Poesie an jedem Tag - 113

In deinen wortgewebten Farben
ans dunkelschwarze Netz gemalt
wirbeln Sternenstaub und Sonnentau
und jene ersten ewgen Träume
in denen alles noch nach Kindheit riecht.
In dieser kühlen Niemandswelt
auf warme, weiche Haut geschrieben
und tief hinein in unerkannte,
doch bekannte Seelen
fallen sie - und Schauder folgen.
Tanzend an den weißen Wänden
in der Wärme dieser Nacht
im Halbschlaf werden sie gefunden
und ein jeder nimmt sie mit hinab
in des Traumes weite Länder
finden wir sie baldig wieder
schillernd deine Wünsche
nach einer guten - stillen - Nacht.
Poesie an jedem Tag - 70

Was sie nicht sehen
siehst du
diesen einen Flecken Farben
auf der sonst so kalten Wand
ist dir ein Leuchten
ist ihnen Nichts
denn du siehst
die pure Freude
in all seinen Gesten
in dem Moment
auch in der Luft
ist ihnen unerkannt
doch du siehst
die Schönheit dieser Erde
ihrer Welten
siehst der Schmetterlinge Flügelschläge
und die Magie
wenn Hände sich küssen
du siehst
und führst mich wie den Blinden
jenen, aus dem einen Film
lauter Augenblicke
an der Hand
von Ort zu Ort
von Staunen zu Staunen
zu den Wundern
die du siehst.
Poesie an jedem Tag - 69

Schwerer Wein liegt in der Luft
und dein Duft
und diese Nähe
diese Ruhe
die nur wenig Tage kennen
dieses Kribbeln
über meinen Fingern
dort
wo du fast eingeschlafen bist;
Es hängen noch Worte
so viele von ihnen
an Bettdecke und Wänden
auf dem Boden glitzern sie
schattengeist: und an mir
bleibt dieses Strahlen
durch die Nacht
durch dich
denn du
bist mir passiert.
Poesie an jedem Tag - 68

Es ist gut,
wenn du glücklich bist
wenn du
mit diesem Lächeln
in den müden Augen
halb schon träumst von Zaubergeschichten
wenn dein Herzschlag
zärtlich tanzt durch bunten Regen
wenn es Sommer ist
und doch auch Herbst
in deinen Gefühlen
es ist gut
wenn du glücklich bist
es tut gut
und auch ich
schlafe in Farben.
Poesie an jedem Tag - 59

Ich schenke dir
einen Teil von mir
eine Hand zum Leiten
falls du es brauchst
zum daran gehen
damit du weißt
ich bin da.
Ich schenke dir
beide meine Arme
zum Umarmen
und Festhalten
in der melancholischen Nacht
damit du nicht
einschlafen oder aufwachen musst
allein.
Ich schenke dir
meine Gedankenl
lose Seelensplitter,
Worte und Träume
und Nähe
für die Ferne
nur diesen kleinen Teil
von mir
schenk ich dir.
Poesie an jedem Tag - 58

Wort um Wort
lege ich dir in deine Welt;
In meinen Gedanken
brennen deine Farben
meine Finger zeichnen sie nur
nur dir
auf weißes Papier.
Jede Hoffnung
jede Sehnsucht
und das stetig stille Leuchten
ist dein.
Dieses Gedicht
ist für dich
und all die anderen
du bringst mich zum Dichten
zum Strahlen, zum Brennen
es ist für dich
dies alles.
Poesie an jedem Tag - 57

Es legt sich Schweigen
auf den Tag
einen
der voller Nächte ist
wenn du in der Ferne
der Welt und ihren Menschen leuchtest
sind sie hier verklungen
die kleinen Geschichten deines Lebens
ich lege den Pathos
neben mich aufs Kissen
spare die schönsten Worte auf
für Gespräche
und das Schweigen
mit dir.
Poesie an jedem Tag - 50

Ihre Schritte gleichen allen
doch nicht ganz
zaghaft ein Tänzeln
zwischen einem Augenblick
und einem nächsten
- niemand hat es gesehen -.
Ihre Stimme gleicht so vielen
doch nicht ganz
es schwingen in jedem Wort
Sehnsucht, Gesang  und pures Gefühl.
Ihr Hände sind so ganz normal
doch nicht ganz
ein Glitzern wie von Feenstaub
bedeckt Bewegung um Bewegung
ein Lichterreigen fast.
Ihre Art ist einfach
doch nicht ganz
in ihrem Labyrinthe hausen
kleine Schätze
und große Monster
und Abenteuer, noch unentdeckt.
Sie ist wie alle
doch nicht ganz
wer sieht
der sieht
sie ist so bunt.
Poesie an jeden Tag - 49

In der flammenden Enge
deine Worte wärmen
sich selbst und andere
gedankenlos
jedes Strahlen eines Traumes
jede Sekunde des Universums
beschreiben mit deinem Wesen
es leuchten
Punkte und Striche
am dunkelsten Horizont
mir in der Nacht.


- Für und mit Julia der Bunten entstanden -
Poesie an jedem Tag - 48

Es träumt von dir
der stille Zauber
vom Glitzern im Schnee
Poesie in deinem Sinn
wärmt mir das kalte Leben.
Von Ferne
schüttle ich die Kissen auf
die weißen,
dass es Schneeflocken regnet
in dein Feuer
dass du sanft kannst ruhen
ohne meine Worte.