Kühle Abendluft verwirrt sich in meinen Haaren. Verwirrt meine Haare und lässt mich kurz aufblicken.
Der Himmel hat schon dieses Septemberblau. Stilles Abendrot verwischt den Halbmond der schon knapp zu sehen ist. Wolken spielen fangen am unendlich wirkenden Himmel.
Die kühle Abendluft lässt mich frösteln, lässt mich frei sein, mich frei fühlen, wie einen der Sterne die bald kommen werden. Die Nacht wird schön werden, und doch traurig sein.
Vielleicht wird sie die letzte sein vor der richtigen Kälte, vielleicht ist sie die letzte, vielleicht war sie es schon.
Es blitzt Orange in deinen Augen, du gehst immer noch neben mir, wie in einem Traum bist du einfach da. Ohne Worte sprechen wir uns schweigend an.

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Dumpfes Nachtlicht flackert in den alten Röhren. Die Luft ist längst schon so abgestanden, dass man kaum noch atmen mag. Unsichtbare Gitterstäbe halten mich immer noch hier fest. Die Gedanken schwimmen nur noch unsinnig umher. Mine Augen erkennen mich selbst nur noch als diffusen Schatten. Beinahe bin ich hier gar nichts mehr. Die Neonröhren führen vor meinen Augen einen skurrilen Tanz auf. Die kleinen Lichtblitze brennen sich irgendwo in mein Bewusstsein.

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Das kalte Innen gegen das kalte Außen,
leere in Leere, nur Unwirklichkeiten-Spiel,
Sucht nach Stille in den Köpfen, nach Stille in den Zielen.
Der perfekte Mensch, eine weggekürzte Gleichung, geht nicht auf, Vergessen, verraten de Ichs, Tod in sich selbst. Grausamkeit in Blicken, sinnloses Zielsuchen, Zielloses Sinnsuchen, Leere von Innen, von Außen Leere, Kälte von Innen, Leere in Kälte, armer perfekter, Grausame Gleichungen, das Ich geht nicht auf, verratener Tod, Leere in Leere im
Inneren in
Grausamkeit in
Den Köpfen, in der Unendlichkeit
Im Ich, durchs Ich
Tod in den Gedanken, im
Perfekten Menschen
Leere
In
Leere.


© by Dennis Welz
Leise zittern die Sekunden vor meinen Augen vorbei. Die Uhr an der Wand hat das Ticken lange aufgegeben, und doch zuckt die Zeit immer noch so wie früher. Die Sonne hat auch schon lange aufgegeben, doch den leisen Nieselregen hören meine Ohren nicht mehr. Unruhig wandern meine Finger über die letzte kleine Kerze, die auch schon halb abgebrannt ist.

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Der letzte Vorhang fällt, die Menge klatscht. Ein letztes Mal tritt sie hervor, verneigt sich lächelnd, und verschwindet. Ein tag voller Spiel geht zu Ende. Hinter der Bühne … alleine … die anderen sind längst nach Hause gerannt. Das Schweigen ist zu schwer, die geplanten Masken zu leicht. Verzweiflung überrollt sie. Nebel lacht sie spöttisch aus, doch sie vergisst die Zeit. Nieselregen wäscht die Schminke weg, leichter Wind weht ihre Gedanken fort. Ihr Sinn verschwimmt, wird fortgeschwemmt, fortgeweht ... zerrissen. Die menge schweigt, der Vorhang klatscht dumpf ans Holz. Ihr Spiel ist zu Ende, der Tod siegt oft, denn er konnte üben.

© by Dennis Welz
Schnelle Blitze zucken am Nachthimmel. Ein warmer Wind schaukelt leicht die Wellen hoch, und die Blätter der Bäume spielen im Dunkeln verstecken. Ungewohnt frei erzählt die Wiese dem letzten Glimmen des Feuers eine Gutenachtgeschichte bis es einschläft. Erste Tautropfen erscheinen im Gras und zwinkern den Wolken am Himmel zu. Leise schleiche ich dazwischen. Ein paar Sterne zwinkern mir zu, der dunkle Mond lächelt kurz … alles alte Freunde. Das Feuer grüßt noch schnell bevor es erlischt, die Tautropfen … frech wie immer … setzen sich einfach auf meine Schuhe. Müde lachen meine Augen zurück, vielleicht ein wenig zuviel, kurz zucken hektisch Blitze am Himmel entlang. Selten … ein Gewitter das mich nicht kennt.

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Verzweifelt, eine alte Hand, die nach dem Himmel greift. Versucht das unerreichbare zu erreichen in der kurzen Zeit die ihr noch bleibt. Starr, beinahe schwarz, und ein Zittern wie im ständigen Wind. Beinahe ruhig … vielleicht schon ausgeweint. Irgendwer sagte es sei nur ein Ast an einem Baum und der Baum lebe. Ich sah ihn an, lächelte, und wartete auf sein letztes Knacken. Alleine streben muss grausam sein.


© by Dennis Welz
Müde schlurft die eine oder andere Person vorbei, knallt die Tür, oder bekommt sie gar nicht erst wieder zu. Der Himmel, immer noch grau … es ist ja noch so früh … und die Landschaft darunter noch zu träge um hell zu werden. Ein beständiges Rascheln von Papier hält einige wach, und andere passen sich der Landschaft an und schlafen. Uhren ticken, wenige reden … alle irgendwie gefangen im Grau des Himmels. Die, die sich zu reden trauen durchdringen alles … ist schnell jedoch nur noch ein Flüstern … keiner will auffallen. Und die, die nicht auffallen wollen werden auch schnell grau … es ist ja noch so früh. Die Gedanken rasen mit der Landschaft mit, werden weggerissen, bleiben hängen … und nur als dumpfer Brummton im Kopf zurück. Gesichter blitzen vorbei … keine Bekannten, kein Vertrauter, und nur in den Augen das Blitzen … alles andere bleibt immer starr. Das blitzen, die Freude auf das Ziel, vielleicht schon Gewohnheitssache, oder Angst … oder Hoffnung.
Aber …
Es ist ja auch
Noch
So
Früh …


© by Dennis Welz
"Hach du bist ein Engel"
wie vom Blitz getroffen bleibe ich stehen, drehe mich herrum. Mein Blick huscht über die Menschen. Mehr aus den Augenwinkeln sehe ich ein Paar ... vielleicht auch Geschwister, Hand in Hand.
An ihrem strahlenden Lächeln sehe ich sofort, dass sie es war, von der die Wörter kamen ... "Du bist ein Engel." .
In meinem Kopf gehe ich in Gedanken die chance durch, dass ich endlich einen gefunden habe ... einen Menschen, der wie ein Engel ist.

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Eine leise Melodie schwingt unsichtbar durch den Raum. Blicke treffen sich, verlieren sich, finden sich. In Stiller Übereinkunft beginnt der langsame Tanz. Das Schicksal spielt die Melodie, die Menschen sehen zu, hören zu, finden Gefallen daran ... tanzen mit.
Einige wenige Schatten drängen sich dicht an den Rand. Vielleicht u nicht gesehen zu werden. Sie tanzen nicht. Sie stehen stumm da und schauen zu, hören zu. Spüren die Musik, und den Drang den sie in sich trägt und sie zum mittanzen zwingen will.

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