| 22. Juli 2006
Eine leise Melodie schwingt unsichtbar durch den Raum. Blicke treffen sich, verlieren sich, finden sich. In Stiller Übereinkunft beginnt der langsame Tanz. Das Schicksal spielt die Melodie, die Menschen sehen zu, hören zu, finden Gefallen daran ... tanzen mit.Einige wenige Schatten drängen sich dicht an den Rand. Vielleicht u nicht gesehen zu werden. Sie tanzen nicht. Sie stehen stumm da und schauen zu, hören zu. Spüren die Musik, und den Drang den sie in sich trägt und sie zum mittanzen zwingen will.
Manche schauen traurig, beinahe verzweifelt zu. Sie würden gerne mittanzen, aber keiner findet sich der mit ihnen tanzen mag. Andere sitzen da, in dumpfer Verzweiflung, und weinen leise in sich hinein. Sie kennen die Wahrheit und wollen sie doch nicht sehen. Wollen die Rolle die ihnen das Schicksal zugedacht hat nicht akzeptieren. Kämpfen gegen sich selber.
Nur einer oder zwei von denen im Schatten sehen hin. Betrachten die Menschen, summen leise die Melodie mit und verändern sie langsam. Nicht einmal das Schicksal merkt es. Fängt die eigentlich viel leiserer Musik auf, bekommt einen stillen Ohrwurm davon, und summt sie nach.
Einige wenige Menschen stehen im Schatten, sehen zu, werden niemals gesehen. Sie verändern ihr Schicksal, und das des Tanzes neben denen die weinen und denen die blind sind.
© by Dennis Welz
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