Poesie an jedem Tag - 136

Ich wünsche dir dein Leben
so wie es ist
mit all den undert Schmerzen
mit Glasscherben
auf jedem deiner Wege
mit jedem roten Tropfen Blut
der sich einbrennt
in die Böden
ich wünsche dir den Schatten
und Blitze
und Donnergrollen
am Horizont
ich wünsche dir Angst
und eine warme weiche Decke
um unter ihr
zu sein.
Poesie an jedem Tag - 131

Das Böse lockt
den neuen Tag
in anderen Wegen
zu folgen
ein anderes Wesen
als des Nachts zu sein
es setzt dir Masken
vor die Tränen
auf dass du lachst
und alle denken
alles ist Glück.
Poesie an jedem Tag - 121

Ich träume vor mich hin
Gedanken vogelfrei
im Sturzflug zu
auf die Welt
und fort von ihr
fort von mir
und dieser Nacht.
Meine Hände
nehmen mich mit hinein
in meine Träume
ich zeichne mir
voll von Farben
Noten aus Luft
in meinen Raum
lasse mein Herz tanzen
im Takt
im Kreis
und rundherum.

-schon älter geschrieben zu gleichnamigem Lied-
Poesie an jedem Tag - 99

Auf den Dächern
liegt de Regen
in Schwere klingt sein Trommelschlag
legt sich auf das Nichts der Zeiten
von Schirmen und Blech bedeckt
wimmeln die Schatten
dem Morgen entgegen
den Stunden des Wartens
auf eine Zukunft hofffend
voll von Regenbögen
in denen sie scheint
die Frühlingssonne.
Poesie an jedem Tag - 98

Wind schlägt mir
die Nacht um die Ohren
die nicht ist
die nicht bleibt
knotet mir Erinnerungen
in die viel zu wirren Haare
die nicht meine sind
die nicht sind
deutet einen Sommer an
der noch riecht wie Winter.
Poesie an jedem Tag - 62

Willkommen im Land der Träumer
wir sind Poeten
wir sind Narren
ein jeder Tag hier ist
einhunderttausend Sekunden lang
und doch nur einen Moment
alles zählt
und jedes Wort hält Welten
alles ist Unsinn
das Gewicht der Welt
nur eine Seifenblase
Herzschläge sind wie Schmetterlinge
du hast alle Farben
hier
dir Leben zu zeichnen.
Poesie an jedem Tag 47

In Leder
durch es
gebunden auf zwei Ewigkeiten
stehen Zeile um Zeile
quer in den Räumen
denken sich selbst
vom Ende zum Anfang
gegen die Richtung
eingebrannt auf meine Hände
narbenreich
ist mein Herz
den Flammen zu nahe
unfähig nicht mehr zu lieben.
Poesie an jedem Tag - Nummer 17

Nichts als hohle Bilder
es geht ein Blick zum andren über
es geht kein Blick hinein
nichts hinter jene unsichtbare Mauern
die wir schieben zwischen uns
und unser Sein.
In jedem Atemzug verraten
droht die Stille zu vergehen
die wir erhalten und ersehnen
mit unstetem Drang vertrieben
aus dem Paradies der Ruhe.


Poesie an jedem Tag - Nummer 16

In grau gezeichnet
schwebt mein Bildnis
über mir und durch mich durch
du siehst das Strahlen,
meine Worte,
was ich zeichne auf weißes Papier
doch meine schwarz gebundnen Bücher
die in Leder mich verbergen
meine Dornen schließen in schmutzige Schrift
die siehst du nicht
die liest du nicht
dieses Wagnis für dein Sein
willst du nicht
gehst du nicht ein.


- inspiriert von "Das Bildnis des Dorian Gray" -

Poesie an jedem Tag - Nummer 14

In deiner Augen Weiten ruh ich
in der Wärme deiner Hände
kann ich sein
in dem Hauch aus Traum
der in deiner Stimme schwingt
kann ich mich selber wiederfinden
und jenes dass ich verlor
als ich noch nichts verstand;
In den schweigenden Küssen
kann ich Angst verlieren
kann ich dich und mich begreifen
kann ich bleiben
Sekundenlang und ihnen
Ewigkeiten abringen.

heißt unpoetisch

Baby du hast hübsche Augen
wenn ich sie ansehe kann ich gut chillen
kann ich so sein wie ich bin
wenn du was erzählst
finde ich das immer interessant
und ich entdecke Sachen wieder
die ich schon immer gut fand, aber die ich vergessen hatte;
Mit dir zu knutschen ist geil
weil ich mir keine Sorgen machen brauch dass was nicht passt
weil wir einfach gut zusammen sind
und dann kommt mir kurze Zeit
einfach total lang vor.

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