Poesie an jedem Tag - 146

Du hast Blut getrunken
zum ersten Mal gesehen
das Rot der Wolken
dein Herz gespürt
nach so langer Zeit
deine Hände
waren wieder dein
du erkennst alle Tiefe
in der Sünde
bist du rein.
Poesie an jedem Tag - 137

Ein altes Volk
die Häuser tief im Sand
vergraben ist vergessen
ist atemlose Blindheit
ist ein Fluch
gewoben nur aus Worten
gebannt in die Schatten
die Schriften belegen nichts
es ist ein Flüstern
wenn sie schlafen
wenn sie träumen.
Poesie an jedem Tag - 133

Es liegt in der Luft
der Duft der Sterne
das Glitzern der Nacht
ein Schleier von Jetzt
ein Gedanke von uns
ein Abend voller Träume
es liegt in der Luft
der nächste Frühling
die nächste Idee
ein Grund für alte
und neue
Poesie.
Poesie an edem Tag - 118

Das alte Holz trägt leise
sacht schleichende Schritte vor
der Korridor erleuchtet
von Fingerspitzen  die an ihm tasten
in der Stille blüht das Glück auf
in Dunkelheit zu bleiben
in Dunkelheit zu sein
Schritt für Schritt
zurück zu tasten
in Wärme
die ihr eigen ist.
Poesie an jedem Tag - Nummer 13

Ich zeichne Worte
auf den düsteren Himmel aus Nacht
von Sternen zu Stern
zieht sich meine Spur
ich verbinde, erfinde, male hinzu
führe die goldene Feder
aus warmem Licht geschmiedet
über unsichtbare Zeilenränder.
Gedanken und Mythen
der kleine Irrsinn meiner Welt
Liebe und Sehnsucht
so trag ich dir
einen Traum und hundert Farben auf
auf das große Blatt
des Universums.


Poesie an jedem Tag - Nummer 9

Ich weiß grad nicht
wie ich schreiben soll auf deine Lippen,
wie ich Umarmungen schicken soll
auf deine Flügel,
wie ich durch den Spiegel hindurch
die Schmetterlinge deiner Seele
wecken und begeistern kann,
wie ich in deine Wüste
Wasser regnen und Blumen züchten kann
wie ich unter deine Füße
Wolken schieben kann;
Ich schließe meine Augen
und werde alles wissen
sobald ich dich umarme.


Inspired by Anja

Irgendwo
musste ich wohl mich selbst
im roten Schimmer des Sonnenaufgangs
verloren haben.
Ohne mich fühlte es sich stiller an
die Wellen rauschten
doch mein Herz war mir fremd
und die Möwen hörte ich nicht wirklich.
Die Fußspuren die ich hinterlassen hatte
waren nicht mehr meine
ein Fremder schien dort
einen wilden Tanz aufgeführt zu haben
und keine Muschel
war mir mehr vertraut.
So ging ich ohne mich
in ein Haus das nicht mein eigen war
und fand mich
an deinem Bett sitzend über deine Träume wachen.

In keinem Weg
finden wir die Splitter
in keiner Zeit die Liebe wieder
neben den Stegen
des meeres
ist kein Blummenmeer mehr.

Auf jeder Seite
können einen Wörter
anspringen
und schlicht nierderwerfen
dahin
wo sie herkamen. 

Unbekannt, ein dunkler Traum
liebt das Leben, liebt Gefühle
liebt es nur ein Nichts zu sein.
Menschen sehen nur den Spiegel
niemand schaut den andren an
und ein Träumer träumt die Freiheit
liebt was niemand sehen kann.
UNbekannt, ein dunkler Traum
gelebt vom Leben unerkannt
wirft den Schatten hinter Spiegel
ist, was niemals da sein kann.